Die Suche nach der Ursache ...
oder:
Was ist der Sinn des Lebens?
Körper… Seele… Geist… sind untrennbar miteinander verwoben*.
Jeder Aspekt hat unterschiedliche Bedürfnisse, die in gleichwertiger Gewichtung betrachtet werden wollen.
In der komplementären Betrachtung zur Krebsentwicklung geht man davon aus, dass neben einer genetischen Disposition für eine Krebserkrankung, eine Krebsentstehung erst dadurch begünstigt wird, wenn es durch übermäßige Ernährungsfehler in Kombination mit einer Schadstoffzufuhr und übermäßigem Distress durch die Lebensführung, zu einer Mitochondrienschädigung mit der Folge einer Fehlfunktion in der Immunabwehr kommen kann.
Es versteht sich daher von selbst, dass bei einer Krebstherapie durch Operation und ggf. Chemo- oder Strahlenbehandlung zwar der Tumor entfernt und damit (erfolgreich) bekämpft wird, die vorangegangene Ursache der Krankheitsentwicklung davon aber unberührt bleibt.
Ein therapeutischer Blick bei der unterstützenden Begleitung von Patienten mit einer - überstandenen - Krebserkrankung sollte also auf alle beteiligen Aspekte gerichtet sein, sowohl auf die körperliche, als auch auf die der seelisch-geistigen Ebene.
Zunächst können die relativ einfach abstellbaren Einflüsse auf materiell-körperlicher Ebene im Fokus sein:
Wie ist der Status Ihrer Vitalstoffversorung, wie sieht ihr Darmmikrobiom aus? Welche Umweltgifte sind beteiligt? Usw.
Daraus ableitend kann ein Therapieplan mit Medikamenten, Lebensmitteln oder zusätzlichen Supplements, Infusionen, Entgiftungstherapien etc. erstellt werden, mit dem Ziel, die Mitochondrienfunktion zu stärken.
Wie sieht es mit der körperlichen Betätigung, dem Bewegungsaspekt aus? Welcher Einfluss besteht hier?
Ein Therapeut sollte auch diese Betrachtung zur 'Bestandsaufnahme' ausreichend gebührend einfließen lassen und konkrete Pläne in die Hand geben, denn es reicht idR nicht, nur auf die Wichtigkeit einer ausreichenden Bewegung hinzuweisen. Auch hierzu braucht es einen definierten Plan mit individuell geeigneten Bewegungstherapien, damit über den Stellhebel "Bewegung" ein positiver Effekt auf die Mitochondrienfunktion stattfinden kann, da auch jede unnötige muskuläre Verspannung, also unnötige Haltearbeit des Skeletts Vitalstoffe und damit Energie raubt und die Entgiftungsfunktion des Körpers durch verklebte Faszien beeinträchtigt ist.
„Ohne Bewegung kein Leben.“, so Moshe Feldenkrais, Feldenkrais-Methode
Nun, zum seelisch-geistigen Aspekt: Es geht leicht über die Lippen zu betonen, wie wichtig es ist, sich zu regenerieren und hierfür die psychischen Stressoren des Lebens (wie Ängste, Ärgernisse, Erlebnisse ...) zu beeinflussen.
Es ist genau dieser Aspekt, der sich im Vergleich schwer umsetzen lässt, da dieser seelisch-geistige Einfluss oftmals bereits seit den Kinderbeinen an chronifiziert ist und mit einem Selbstbild einhergeht und sozusagen - unbewusst - als „Normalzustand“ hingenommen wird. Auch bei einer sinnvollen körperlichen Therapie setzen sich daher (alte) Stressoren im Erleben immer wieder durch und hierüber findet auch eine Einwirkung auf die Mitochondrienfunktion statt, she.: Stress
Um seelisch-geistig gegenzuwirken sind also weiterführende Betrachtungen notwendig und zwar hinsichtlich der Möglichkeiten zur Einflussnahme auf das Nervensystem und damit auf unsere Selbstheilungskräfte. Hierbei stellen sich Fragen, denen wir uns widmen und nachgehen sollten:
Aus welchen Träumen schöpfen wir Lebensfreude und Vitalität? Welches Leben woll(t)en wir eigentlich immer leben?
Der Kerngedanke hierzu tritt als Frage nach dem Sinn des Lebens hervor.
Ihre Erörterung ist individuell wichtig, denn, bleibt sie für sich unbeantwortet, kann das auch zu innerem Stress und damit zur Krankheitsentstehung beitragen, she.: Salutogenese
Es macht daher Sinn, sich immer wieder neu zu suchen und zu finden im Erleben und in der Einstellung, auch gegenüber schweren Schicksalen, um dabei auch Blockaden in sich zu erkennen und ggf. aufzuheben z.B. durch Hypnose.
Ganzheitliche Heilwege sind jene Wege, die alle hier genannten Aspekte gleichberechtigt verbinden, so dass sie uns tangieren.
Zusammenfassend kann angenommen werden, dass alle nivellierenden Einflussnahmen auf Körper, Geist und Seele schlussendlich so zusammenspielen, dass sie zu einem harmonisierenden Einklang führen und im physiologischen "Miteinander der Systeme" das Adrenalinsystem in sich ausgleichen, was notwendig ist für ein funktionierendes Nervensystem, d.h. für eine gesunde Achse zwischen Hypothalamus und Hypophyse mit den dadurch heilsamen Auswirkungen auf die Zellen und darin den Mitochondrien.
Hier schließt sich der ganzheitlicher Kreis.
* eingebunden in etwas Größeres.