Die 3 Säulen Ihrer Gesundheit :
Ernährung
Bewegung
Entspannung
Ernährung
Im weitesten Sinne gehört zur Säule der „Ernährung“ alles, was wir unserem Organismus auf materieller Ebene zuführen und was von den Organen (oder dem Immunsystem) wieder ausgeschieden, abgebaut oder gar bekämpft werden muss, incl. der Luft die wir einatmen oder den Substanzen, die wir über unser größtes Organ, die Haut aufnehmen.
In der komplementären Medizin ist es daher üblich, zunächst eine genaue Bestandsaufnahme über den Status Quo der messbaren Parameter vorzunehmen und anhand von Laboruntersuchungen des Blutes, des Stuhls, Urins oder auch des Speichels herauszufinden, ob bzw. welche Defizite oder Überversorgungen und Belastungen (z.B. durch Umweltgifte oder Fehlbesiedelungen etc.) vorliegen, ob bzw. welche Unverträglichkeiten gegenüber Expositionen existieren (z.B. auch gegenüber Zahnmaterial) oder ob bereits Reaktionen darauf erfolgt sind und Entzündungen (sog. "Silent Inflammations") vorliegen.
Im Anschluss an eine Analyse der Untersuchungsergebnisse, können dann entsprechende Ernährungspläne mit oftmals auch geeigneten Nahrungsergänzungsmitteln erstellt und bei Bedarf z.B. auch Infusionstherapien zum Ausgleich oder zum „Entgiften“ durchgeführt werden.
Im therapeutischen Setting erhalten alle hier aufgeführten Aspekte den Raum, der in meiner ganzheitlichen Betrachtung zum Ausgleich dieser Waagschale der Gesundheit wichtig ist.
„Lass die Nahrung deine Medizin sein und Medizin deine Nahrung!“
Dieser Rat von Hippokrates wurde im modernen Leben durch die Erkenntnisse der orthomolekularen Medizin bereichert. Dieses Wissen basiert auf einer wissenschaftlichen Grundlage mit Blick auf die optimale Versorgung des Organismus durch essenzielle Nährstoffe.
Bewegung
Die Säule der „Bewegung“ ist fast schon selbsterklärend, d.h. wir wissen eigentlich alle, wie wichtig es ist, sich regelmäßig an der frischen Luft zu bewegen, nicht nur, um unseren Bewegungsapparat zu trainieren, sondern auch, um Stoffwechselaktivitäten anzuregen, damit Übergewicht vorzubeugen oder solches wieder abzubauen und unser Herz-Kreislaufsystem gesund zu erhalten.
Eine Schnittstelle hierbei ist das hormonelle System, welches sich - im Rahmen unseres vegetativen Nervensystems - durch Bewegung beeinflussen lässt, denn eine bewegungsintensive Betätigung baut Stresshormone ab, erhöht unser HDL und tangiert unsere Herzratenvariabilität.
Zur Bewegung gehört aber auch, sich nicht zu überlasten, d.h. es ist notwendig, die Gelenke und andere Strukturen im Bewegungsapparat so zu nutzen, dass kein unnötiger Verschleiß (durch idR Reibung oder Druck) stattfindet, wie dies z.B. bei manchen Schäden an der Wirbelsäule oder den Bandscheiben, Hüft- und Kniegelenken, den Schulter- und Nackenbereichen (Halswirbelsäule) der Fall sein kann und zwar einerseits durch unzureichende Bewegung bei Bewegungseinschränkung und Fehlhaltung, als auch bei jeder Bewegungshandlung, an der nicht alle notwendigen Strukturen adäquat beteiligt sind, denn nicht wenige Bewegungsschäden entstehen auf der Basis einseitiger Belastungen, auch im sportlichen Bereich.
Moshe Feldenkrais sagte einst den Satz „Ohne Bewegung kein Leben!“ und als Feldenkraistherapeutin erinnert mich diese Aussage stets daran, wie wichtig Bewegung im Fokus der Waagschalen zur Gesundheit ist, denn jede Reduzierung oder Abweichung zum gesunden Bewegungsspektrum, birgt auch ein Risiko für Ihre Gesundheit.
Studien zeigen, dass bereits kleine Veränderungen in der Körperhaltung messbare Effekte auf unser Wohlbefinden haben. Ein aufrechter Stand kann das Selbstvertrauen stärken, bewusstes Atmen beruhigt das Nervensystem und freie Bewegungen fördern Kreativität.
Entspannung
Das Thema „Entspannung“ kommt in therapeutischen Settings oftmals zu kurz, obwohl auch hier die meisten Menschen wissen, wie wichtig das Thema „Runterfahren“ zur Regeneration des Organismus eigentlich ist.
Viele Menschen fühlen sich durch die Anforderungen eines komplexen Lebens „dauergestresst“ und können auch dann, wenn „der Moment eigentlich gut ist“, die Stressmechanismen nicht abstellen:
Innere Unruhe als Körpergefühl oder in Gedanken oder Handlungen, schlechter Schlaf und das Gefühl der Unsicherheit und Überforderung gegenüber dem Leben melden sich dann als Hinweis auf einen übermäßigen inneren Stress und damit einer dauerhaften Stresskaskade auf der Ebene des Körpers.
Dieser „Dauerstress“ löst Reaktionen des Immunsystems aus und kann dadurch eine erhöhte Krankheitsanfälligkeit hervorrufen und führt bei manchen Menschen zum sog. „Burn out“.
Meine Angebote richten sich verstärkt an Menschen, die diese „Säule der Gesundheit“ bisher vielleicht eher stiefkindlich betrachtet und behandelt haben, oder bei denen Stress chronifiziert ist, weshalb sie gar nicht bemerken, dass diese Waagschale bisher nur defizitär in die Betrachtung gesundheitsfördernder Maßnahmen eingeflossen ist.
Frühkindlicher Stress etwa steht im besonderen Fokus von Psychoneuroimmunologen, denn man weiß, dass sich dieser Stress besonders negativ auf das Immunsystem im späteren Erwachsenenalter auswirkt.
In einer ganzheitlichen Betrachtung zur Gesundheits- und Selbstfürsorge, sollte darauf geachtet sein, dass die Waagschale der Entspannung und inneren Ruhe besonders gut gefüllt ist, um sturm- und wetterfest zu werden, hinsichtlich der Herausforderungen auf allen Ebenen des Lebens.
Embodiment (Verkörperung) ist ein wissenschaftliches Konzept, das die enge Wechselwirkung von Körper, Geist und Umwelt betrachtet.
Ein Ungleichgewicht innerhalb dieser Waagschalen als den "3 Säulen der Gesundheit" kann als Ursache für viele (chronische) Erkrankungen angenommen werden.
