Archetypen
Der Begriff „Archetyp“ wurde durch C.G. Jung bekannt, ist aber eigentlich schon viel älter und wurde bereits von den alten Griechen genutzt.
Ursprünglich meint der Begriff "Archetyp" so etwas wie „seelisches Urbild“ oder „seelische Urkraft“, bezeichnet also eine Vorstellung von etwas, das uns Menschen als innewohnendes Wissen und Fähigkeit angeboren ist.
C.G. Jung betrachtete 12 solcher Archetypen: Weise, Unschuldige, Entdecker, Herrscher, Schöpfer, Fürsorgende, Zauberer, Helfer, Rebellen, Liebende, Narren und den Jedermann und diese Auflistung ließe sich noch erweitern um archetypische Themen wie Geburt und Tod, Vater und Mutter, Gut und Böse und noch viele(s) andere.
„Urkräfte“ oder Archetypen sind in der Hypnotherapie so etwas wie das Antibiotika in der Schulmedizin, d.h. sie sind hochhilfreich wenn sie angezeigt sind und werden daher bei Bedarf „eingeladen“, um in Erscheinung zu treten.
Archetypen können also während eines dynamischen Prozesses im Rahmen einer Hypnose in sich gefunden werden und zeigen sich dabei auf zweierlei Art und Weise:
Einmal als helfende Instanz des Unterbewussten, welche als innere Stimme oder bildhaft erlebt wird, vielleicht in Form einer Gestalt, z.B. einer 'alten Frau' („Weisheit"), die im Trancerleben auftaucht und einen hilfreichen Weg z.B. in eine bestimmte Lebensrichtung anzeigt. Oder auch, indem die archetypische Energie spürbar wird, ggf. dann, wenn in einer Situation eine wehrhafte Seite z.B. in Form eines „inneren Kriegers“ benötigt wird, um eine anstehende Aufgabe zu bewältigen.
Da archetypische Kräfte seit jeher in menschlichem Verhalten auftreten - auch als ungünstige Aspekte, da sie immer zwei Seiten besitzen - deutet dies auf die gemeinsame neuro-biologische Grundlage des Homo Sapiens und seiner Entstehung hin, was die These des sog. „kollektiven Unbewussten“ erklärt.
"Die Archetypen funktionieren als die gesuchte Brücke zwischen den Sinneswahrnehmungen und den Ideen." - Werner Heisenberg, Physiker
Mein liebster Archetyp ist das „Göttliche Kind“, das gleichbedeutend steht für eine spirituelle Intelligenz, die auf das hinweist, was wirklich zählt in der Welt und im Leben.
Marlene Barth