Biofaktoren
Der Schlüssel zur Genexpression?
Epigenetische Veränderungen können durch Umweltfaktoren und den Lebensstil(wechsel) beeinflusst werden.
Was wissen wir?
Ernährung, Bewegung, Schlaf, Stress oder jedwede Art von Toxinen, all das spielt eine Rolle in den Säulen der Gesundheit.
Was kann man noch heute verändern?
Insbesondere Lebensmittel der mediterranen Ernährung enthalten Antioxidantien, gesunde Fette und entzündungshemmende Verbindungen sowie essenzielle Biofaktoren wie Vitamine und Mineralstoffe, die sich positiv auf das Epigenom auswirken können. Denken wir hier an Olivenöl, Gemüse wie Brokkoli und Spinat, Obst – vor allem Beeren – sowie Nüsse und Samen. Omega-3-Fettsäuren aus fettem Fisch können epigenetische Veränderungen fördern, genauso wie polyphenolreiche Lebensmittel wie grüner Tee oder Kurkuma.
Diese Ernährung kann durch den Gehalt von Nährstoffen wie essenziellen Biofaktoren die Genexpression beeinflussen.
Auch eine Fastenkur kann als epigenetischer Reset für den Körper betrachtet werden, denn richtig durchgeführtes Fasten ist weit mehr als eine kurzfristige Diät zur Gewichtsreduktion und kann tiefgreifende Prozesse in unserem Körper aktivieren:
- Zellreinigung durch Autophagie
- Aktivierung von "Langlebigkeitsgenen"
- Verbesserung der metabolischen Flexibilität
- Unterstützung des Stoffwechsels
Damit kann Fasten ein kraftvoller Impuls sein – denn richtig durchgeführtes Fasten ist oft der Startpunkt für eine nachhaltige positive Veränderung unseres Lebens ... .
Vitamin B12: Der Biofaktor spielt ebenfalls eine Schlüsselrolle bei der DNA-Methylierung genauso wie im Homocystein-Stoffwechsel, der ebenfalls das Epigenom beeinflussen kann. Vitamin B12 kommt vor allem in Lebensmitteln tierischen Ursprungs vor, so dass Menschen, die sich vegetarisch und vor allem vegan ernähren, in einen Vitamin-B12-Mangel geraten können. Eine entsprechende Supplementierung ist dann zu empfehlen.
Vitamin D fungiert nicht nur als Vitamin. Aufgrund seiner Hormonwirkungen spielt es in nahezu allen Organen eine Rolle und zeichnet sich auch durch epigenetische Effekte aus. Vitamin D regelt die Transkription von Genen, die für die Immunantwort und für die Entzündungsregulation verantwortlich sind. Es kann entzündungshemmende Gene aktivieren und entzündungsfördernde Gene wie TNF-α oder bestimmte Interleukine herabregulieren.
Magnesium ist ein weiterer Biofaktor, der über epigenetische Mechanismen auf das Nervensystem und die Knochenstabilität einwirken kann.
An dieser Stelle ist auch Calcium nicht zu vergessen. Es spielt eine Schlüsselrolle im Knochenstoffwechsel.
Oder Zink. Zink reguliert die Aktivität von Enzymen und Proteinen, die an der Modifikation und der DNA-Methylierung beteiligt sind. Diese epigenetischen Prozesse steuern die Expression von Genen, die für Muskelwachstum und die Heilung von Muskelverletzungen wichtig sind. Zink kann also durch seine epigenetischen Effekte die Genaktivität so beeinflussen, dass der Zellwachstums- und Reparaturprozess in Muskelzellen gefördert wird.
Und abschließend noch ein Satz zu Vitamin C: Der Biofaktor beeinflusst durch epigenetische Modifikationen Gene, die an der Kollagensynthese und dem Gewebeaufbau beteiligt sind.
„Lass die Nahrung deine Medizin sein und Medizin deine Nahrung“ Hippokrates von Kos (ca. 460–370 v. Chr.)