Marlene Barth   Heilpraktikerin     
 

Memento mori  lat.: 

„Sei dir der Sterblichkeit bewusst“


Bild von Ussama Azam aus Unsplash

Eine Krebserkrankung wird meist als Grenzerfahrung des Daseins, als eine Konfrontation mit der Endlichkeit des Lebens erlebt und erfahren. Existentielle Themen tauchen auf, wenn aufgrund der Diagnose der Blick auf das Leben "verstellt" ist, weil die Frage auftaucht, wie weiterleben, wenn durch die Krankheit der - mögliche - Tod so "nahe rückt".



Bild von Nick Kane aus Unsplash


Vergiss' aber auch nicht zu leben! 



Optimismus hat sich in den letzten Jahren als mehr als nur eine positive Lebenseinstellung erwiesen. Neurowissenschaftliche Studien belegen, dass eine zuversichtliche Haltung messbare neuronale Signaturen im Gehirn im erzeugt. Diese Entdeckung könnte einen wichtigen Einfluss auf die klinische Praxis haben, insbesondere in der Krankheitsbegleitung. 

Solchen Gedanken und Gefühlen wird auf Wunsch nachgegangen, wodurch ein Prozess zur der Frage angeregt wird, wie mit der Diagnose "Krebs" und seiner potentiellen Bedrohlichkeit ein zuversichtliches Leben gefunden werden kann, in dem  das Thema Tod und Abschied nicht mehr als vernichtend erlebt werden.

Bild von Tiraya Adam aus Unsplash

Durch mentales Stärken lassen sich ungeahnte Kräfte freisetzen und auch wenn sich der Drache der Bedrohung nicht immer zähmen lässt, so kann man lernen, ihn zu reiten.


In einer Hypnosesitzung ist es möglich, mit dem "Archetyp Tod" in Verbindung zu treten. Der archetypische Tod ist nicht zu verwechseln mit dem "echten", physischen Tod, aber er ist ein sehr mächtiger Archetyp, dessen Erscheinen nur dann möglich ist, wenn das Unterbewusstsein sein vollumfängliches Einverständnis dafür gibt.

Es liegt mir am Herzen Menschen zu ermutigen, sich zu trauen und mit dieser innewohnenden Kraft in Verbindung zu treten, denn der "archetypische Tod" kann als Gefühl der absoluten Freiheit erfahren werden oder als ein Tor in eine andere Welt, die es nicht zu fürchten gibt. Wie auch immer sich Ihr archetypischer Tod zeigen mag, er ist eine hilfreiche Ressource für alles Irdische. 

Bild von Taeshin T. aus Unsplash



"Wir sind doppelten Ursprungs, unendlichen und endlichen, himmlischen und irdischen Ursprungs. 

Doch wo sind wir eigentlich daheim? 

Es gibt die Erfahrung des Nachhausekommens aus dem Exil im weltlich Bedingten ins überweltlich Unbedingte. 

Es gibt sie ohne allen Anlass als plötzliches Erwachen und als Erfahrung der Rettung aus der Not des Todes, der Verzweiflung und Trostlosigkeit dieses Lebens im plötzlichen Wissen um ein uns immanentes Leben, das jenseits ist von Leben und Tod, jenseits von Dunkel und Licht, jenseits von Einsamkeit und Gemeinschaft." 

-  Karlfried Graf Dürckheim