Marlene Barth   Heilpraktikerin     
 
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Im Körper wohlfühlen 


Eine Mangel-, Fehl- oder Überernährung führt bei Betroffenen früher oder später zu körperlichen Folgeerkrankungen.


In Deutschland betreffen vor allem Übergewicht und Adipositas je nach Altersgruppe 25 bis 70 % der Bevölkerung. In den letzten 15 Jahren hat sich die Prävalenz der Adipositas verdoppelt, Tendenz weiterhin steigend und damit verbunden steigen auch Gesundheitsrisiken wie z.B. für Diabetes, Herzerkrankungen, Bluthochdruck aber auch für Gelenkprobleme und Krebs*. 

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Der Body-Mass-Index (BMI) dient zur Abschätzung des Körperfettanteils. Für seine Berechnung wird das Körpergewicht in ein Verhältnis zur Körpergröße gesetzt. Der BMI berechnet sich aus dem Quotienten aus Körpergewicht und Körpergröße zum Quadrat (kg/m2)

BMI-Kategorien nach WHO:                                                           

  • Untergewicht: unter 18,5
  • Normalgewicht: 18,5 bis 24,9
  • Übergewicht (Präadipositas): 25,0 bis 29,9
  • Adipositas Grad I (leicht): 30,0 bis 34,9
  • Adipositas Grad II (mittel): 35,0 bis 39,9
  • Adipositas Grad III (schwer): über 40,0


Umgang mit der Schwerkraft

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Die Schwerkraft oder Gravitation ist eine konstante Kraft, die jeden Aspekt unseres Lebens beeinflusst, von der Art, wie wir stehen, bis hin zu unserer Bewegung.
Trotz ihrer Bedeutung wird ihr Einfluss auf unsere körperliche Gesundheit oft übersehen. Die Schwerkraft beeinflusst unsere Haltung, Bewegung und die gesamte Körperfunktion. 

Das Verständnis der Rolle der Schwerkraft in unserer Körpermechanik ist für unser Wohlbefinden unerlässlich.

Eine falsche Ausrichtung auf die Schwerkraft kann zu chronischen Verspannungen, ineffizienten Bewegungsmustern und erheblichem körperlichen Unbehagen führen, vor allem auch dann, wenn sie mit einem Übermaß an Gewicht korreliert.

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Sich leicht(er) fühlen... fängt mit einem veränderten Umgang mit der Schwerkraft an.

Feldenkrais-Methode

Übergewicht neu betrachten

Bei Übergewicht - als Folge einer Fehlernährung - liegen häufig seelische Ursachen zugrunde: Werden oder sind Bedürfnisse nicht erfüllt, wird auf den Urinstinkt des Essens zurückgegriffen. 

Das heißt also: Gewichtsprobleme und Essstörungen können als Symptome verstanden werden, welche der Organismus produziert, um seine innere Stabilität zu gewährleisten, was oftmals ein Trugschluss ist, da nach einer zunächst befriedigenden Nahrungsaufnahme belastende Gefühle nicht lange auf sich warten lassen.


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Werden die zugrundeliegenden, meist unbewussten Themen, welche die (Ess)Symptome zu Tage treten lassen, bearbeitet, ergibt sich meist von selbst ein gesundes Essverhalten mit positiven Auswirkungen auf Gewicht und Gesundheit. 



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Der Weg zum Idealgewicht...

... oder auch Wohlfühlgewicht, führt neben notwendigen, individuellen Ernährungs- und Bewegungsplänen über körper-psycho-therapeutische Interventionen und Strategien zur: 

Annahme und Selbstermächtigung. 

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Selbstermächtigung (Empowerment) entspricht Ihrer Wirkmächtigkeit und bedeutet, die Kontrolle über das eigene Leben zu übernehmen, indem man Entscheidungen trifft, die deckungsgleich mit persönlichen Werten sind.

Diese Befähigung tritt dann zutage, wenn wir lernen, uns anzunehmen, uns trotz und mit all unserer Schwächen und Unzulänglichkeiten lieben zu lernen. 

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Dieser Weg ist oft nicht so einfach wie er vielleicht klingt, denn er verlangt uns ab, das zu betrachten, was wirklich in uns ist und das bedeutet die Annahme auch unliebsamer Anteile, die aus dem Unterbewussten heraus wirken und unser Leben - meist negativ - beeinflussen. Erst die Kenntnisnahme dieser Anteile und ihre Akzeptanz führt zur Versöhnung mit uns selbst und damit zur Selbstermächtigung.

»Ich mag Menschen, die der Seele Nahrung zukommen lassen.«
Elfriede Hablé, Lyrikerin

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Was Sie selbst noch heute für sich starten können: 


So wirkt Bewegung auf das Immunsystem: 

  • Schon nach wenigen Minuten Aktivität zirkulieren vermehrt Killerzellen (NK-Zellen) und Lymphozyten im Blut, die Erreger bekämpfen.

  • Das Herzkreislaufsystem bringt das Blut in Wallung, wodurch Immunzellen schneller zu Organen und Geweben transportiert werden.

  • Muskeln als Signalgeber: Kraft- und Ausdauertraining regen die Muskulatur an, entzündungshemmende Botenstoffe auszuschütten.


Wichtige Regeln für das Training:

  • Regelmäßigkeit schlägt Intensität: Moderater Ausdauersport (wie z.B. zügiges Gehen, Radfahren oder Schwimmen) oder leichtes Krafttraining sind ideal.

  • Regeneration einplanen: Nach dem Sport braucht der Körper Ruhe, um das Immunsystem zu stabilisieren und die "Bremswirkung" gegen Entzündungen zu trainieren.

  • Das "Open Window" vermeiden: Extremes Übertraining oder Erschöpfung schwächen die Abwehr kurzzeitig.

  • Niemals krank trainieren: Bei einer akuten Infektion oder Erkältung ist Sport tabu, da es zu schweren Herzmuskelentzündungen führen kann.


Oftmals beginnt ein Lebenswandelwechsel zunächst mit der Frage: Wie den "innere Schweinehund" überwinden?

Teilearbeit

Sättigungshormon GLP-1

GLP-1 (Glucagon-like Peptide-1) ist ein Hormon im Darm, das den Blutzucker reguliert und das Sättigungsgefühl signalisiert.

Um es anzuregen, sollte bei der Ernährung auf folgendes geachtet werden:  

  • Ballaststoffe: Wasserlösliche Fasern (wie Beta-Glucan in Haferflocken oder Leinsamen) und resistente Stärke (in abgekühlten Kartoffeln oder Reis) bilden im Darm eine Gel-Schicht und fördern kurzkettige Fettsäuren, die L-Zellen zur GLP-1-Ausschüttung anregen.
  • Proteine: Eiweißreiche Lebensmittel (wie Eier, Fisch, mageres Fleisch, Magerquark oder Hülsenfrüchte) stimulieren die Freisetzung von Aminosäuren, die als starker GLP-1-Booster wirken.
  • Gesunde Fette: Einfach ungesättigte Fettsäuren und Omega-3-Fette (aus Avocados, Nüssen und Olivenöl) unterstützen die Darmgesundheit und die Hormonbildung.
  • Bitterstoffe: Bitterstoffe in Lebensmitteln wie Rucola, Chicorée oder Artischocken aktivieren spezielle Rezeptoren im Verdauungstrakt.


Essverhalten und Lebensstil:

  • Reihenfolge beim Essen: Wenn Sie Protein und Gemüse vor den Kohlenhydraten verzehren, verbessert das die hormonelle Antwort des Körpers.
  • Langsames Essen: Gründliches Kauen gibt dem Magen-Darm-Trakt die nötige Zeit, Sättigungssignale rechtzeitig an das Gehirn zu senden.
  • Regelmäßige Bewegung: Krafttraining und moderates Ausdauertraining steigern die GLP-1-Ausschüttung und verbessern die Insulinsensitivität.
  • Schlaf und Stressabbau: Chronischer Stress und Schlafmangel stören den Hormonhaushalt und können die GLP-1-Aktivität dämpfen.



* Übergewichtige Menschen produzieren große Mengen des Hormons Insulin, das den Zucker aus dem Blut in die Körperzellen schleust. Viele Krebszellen nutzen Insulin als Wachstumsfaktor. Ein dauerhaft erhöhter Insulinspiegel kann so für ein vermehrtes Wachstum von Krebszellen sorgen.